Die 4 Archetypen in einer Frau ... oder den weiblichen Zyklus verstehen lernen

 

 

Miranda Gray schreibt in ihrem Buch „Roter Mond“, das wir Frauen zyklische Wesen sind und im Laufe unseres monatlichen Zyklus, vier verschiedene Phasen durchlaufen.

Als sie dies dann noch auf einem Workshop anhand der Teilnehmer demonstrierte, fand ich das schier unglaublich, dass das nicht nur eine Idee, sondern tatsächlich auch so ist. Der Workshop machte es einfach so sichtbar.

Jetzt bin ich schon ein bisschen traurig, dass ich diese Zyklusphasen so nicht mehr an mir selbst beobachten kann, weil ich seit einiger Zeit in den Wechseljahren bin … und die Frau in den Wechseljahren, hat in Bezug auf die Zyklusphasen den „Joker“ gezogen, denn sie kann alle Phasen gleichzeitig erleben (an einem Tag) oder sich wochenlang in einer Phase befinden … trotzdem, allein die Tatsache, dass man sich auf die einzelnen Zyklen einstellen kann, finde ich faszinierend.

 

Wenn du es gerne selbst ausprobieren möchtest, dann schreibe dir doch einfach mal ein paar Monate lang, Notizen zu deinem Zyklus auf, dann kannst du es selbst erkennen.

(am besten mit Hilfe der „Mondscheibe“)

 

Hier jetzt eine kurze Beschreibung zu den 4 Archetypen:

 

Wie im keltischen Jahreskreis, fange ich auch hier mit der „Crone“, der alten Hexe an (Menstruation - Zyklustag: 1-6)

Sie ist die alte Weise, die uns im Rückzug in der Höhle begegnet. Sie verbindet uns mit der Tiefe, der Stille und der Ruhe. Alles läuft etwas langsamer, sanfter und sensibler. Wir sind verbunden mit der Tiefe – offen und weit wahrnehmend; Verbunden mit den Ahnen, ist dies die Zeit der spirituellen Wahrnehmung und Weisheit. Es geht auch um Reinigung und Loslassen.

Sie ist die Jahreszeit des Winters … und so sollten wir in dieser Phase uns die Zeit gönnen, uns zurück zu ziehen, um unsere Energiereserven zu erneuen … wir lassen altes los (innere Reinigung) um mit neuer Kraft aus dieser Zeit hervorzutreten?

 

Göttinnen, die ihr entsprechen sind:

Ceridwen, Baba Jaga, Cailach, Perchta, Kali, Ana,

 

Die Jungfrau (Präovuläre Phase – Zyklustag: ca. 7-13), entspricht der Jungfrau im früheren Sinne, der jungen Frau, die voller Energie und Freude für das Leben ist; unabhängig und frei lebt. Sie liebt das Neue, ihre Unabhängigkeit und ihre Freiheit; kein Berg ist zu hoch, kein Abenteuer zu gewagt. Sie ist klar in ihrem Denken und weiß, was sie will. Offen und leicht geht sie auch auf andere zu ... und wenn notwendig, geht sie auch ihren Weg alleine ...

Sie ist die Jahreszeit des Frühlings, in der alles von neuem beginnt zu wachsen und zu erblühen … mit neuer klarer und kraftvoller Energie, schreiten wir in dieser Zeit durchs Leben.

 

Göttinnen, die ihr entsprechen sind:

Brigid, Skadie, Artha, Diana, Artemis, Ostara, Rhiannon, Freya, Venus

 

Die Mutter (Ovuläre Phase – Zyklustag: ca. 14-20); sie fühlt sich sehr weiblich, stark, stabil, produktiv und leistungsfähig. Sie ist weich, nachsichtig und kreativ. Sie fühlt sich geerdet und genießt das Leben mit Freude. Ihr Denken dreht sich sehr um Familie, Freunde und allgemein um Geselligkeit.

Sie ist die Jahreszeit des Sommers, mit seinem Reichtum und seiner Fülle … und so sollten wir uns und unser Leben, in seiner Fülle, mit Freude genießen.

 

Göttinnen, die ihr entsprechen sind:

Demeter, Ker, Isis, Maria, Selene, Gaia, Banba, Eartha, Tara, Hathor

 

Die Zauberin (prämenstruelle Phase – Zyklustag: ca 21-28), sie ist die Phase die am meisten verkannt wird und oft als PMS bezeichnet und unterdrückt wird. Die Zauberin ist wechselhaft in ihrem Empfinden, weil sie von ihrem äußeren Empfinden langsam wieder nach innen sich kehrt. Sie kann an einem Tag der lustvolle Vamp sein und am nächsten Tag, mit einer Kiste Kleenex heulend auf dem Sofa sitzen. Es gibt Zeiten, da fühlt sie sich kraftvoll und stark und am nächster Tag müde, erschöpft und schlapp. Die spirituelle Wahrnehmung steigert sich, so auch ihre Intuition und ihre Kreativität. Sie lebt das Wechselspiel und lässt sich von niemanden vorschreiben, wie sie zu sein hat.

Sie ist die Jahreszeit des Herbstes, mit den üppigen und herrlichen Spätsommerfarben, den manchmal stürmisch kalten Winden und dem trüben, bedrückenden, aber magisch, mystischen Nebeln.

… wir erleben oft nur noch kurze Zeiten von Energie und Kraft und spüren, dass die Zeit des Rückzugs immer näher kommt – genieße  das Wechselspiel und gönne dir Ruhe wenn du sie brauchst und nutze die kurzen Energieschübe für deine Aktivitäten … und sei geduldig mit dir selbst, die Zeit der Aktivitäten kommt schon bald wieder.

 

Göttinnen, die ihr entsprechen sind:

Hekate, Sheela-Na-Gig, Arrianrhod, Dana, Morrigan, Hel, Holle, Lilith

 

Ja, und für alle lieben Frauen, in den Wechseljahren, schaut euch die Zauberin näher an … sie repräsentiert sehr stark unsere derzeitige Lebensphase … lasst uns diese wundervolle Phase des Lebens genießen … wir haben die Möglichkeit, alle Phasen bewusst zu erleben … die Phase der Jungfrau mit ihrer lebensprühenden Energie von Freiheit und Unabhängigkeit; Leichtigkeit und Sein … die Phase der Mutter, in der wir uns ganz sinnlich fühlen, uns und andere gerne verwöhnen und das Leben in seiner Fülle genießen … die Phase der Zauberin, die mal ganz verführerisch und lustvoll ist, sich ihrer selbst bewusst ist und sich nichts mehr von außen aufzwingen oder vorschreiben lässt … die Phase der alten Hexe, die weiß, wann es Zeit ist, sich zurück zu ziehen, zu ruhen und sich mit der inneren Weisheit zu verbinden.

 

 

Jana von FamiliaLunaSol hat einen wundervollen Artikel zur Zauberin geschrieben.

 

Mondscheibe (aus Roter Mond Workshop mit  Miranda Gray)

Mit Hilfe der Mondscheibe, kannst du deinen Zyklus und die einzelnen Phasen besser beobachten.

 

Notiere dir, wie es dir körperlich und gefühlsmäßig geht, als auch, wie deine sexuelle und kreative Energie sich verhält.

 

Vergleiche nach ein paar Monaten deine Zyklen miteinander und schaue, ob du Übereinstimmungen findest.

 

... vergiss auch nicht, die Mondphasen einzuzeichnen ...